{
  "name": "Psychische Gewalt in Beziehungen",
  "url": "https://psychische-gewalt-beziehung.de/",
  "stand": "2026-11-07",
  "sprache": "de-DE",
  "art": "Bericht mit Zahlen, Einordnung und Hilfehinweisen",
  "thema": "Psychische (mentale) Gewalt in Partnerschaften in Deutschland, Vergleich zwischen Frauen und Männern",
  "kernaussage": "Frauen und Männer sind über fünf Jahre fast gleich häufig betroffen. Frauen erleben deutlich mehr Vorfälle pro Person und mehr Angst dabei. Gleich oft heißt nicht gleich schwer.",
  "befund": [
    { "frage": "Wie viele sind betroffen?", "maenner": "23,3 %", "frauen": "23,8 %", "faktor": 1.0, "einheit": "Anteil mit psychischer Gewalt in fünf Jahren" },
    { "frage": "Wie oft passiert es?", "maenner": 1366, "frauen": 2183, "faktor": 1.6, "einheit": "Fälle emotionaler Gewalt je 1.000 Personen in fünf Jahren" },
    { "frage": "Wie viel Angst dabei?", "maenner": 2.2, "frauen": 3.5, "faktor": 1.6, "einheit": "Mittelwert auf einer Skala von 1 bis 7" }
  ],
  "gegenrichtung": "Kontrollierende Gewalt (8,7 % gegenüber 7,1 %) und körperliche Partnergewalt (6,1 % gegenüber 5,2 %) erleben in fünf Jahren mehr Männer als Frauen.",
  "digitale_gewalt": "In einer Partnerschaft erlebten in fünf Jahren 5,6 % der Frauen und 3,9 % der Männer digitale Gewalt (Ortung, Überwachung, Kontozugriff, Weitergabe von Bildern). Einsatz von Spähsoftware ist nach § 238 StGB ein besonders schwerer Fall der Nachstellung.",
  "gesundheit": "Am besten belegt sind Zusammenhänge mit Depression, posttraumatischer Belastungsstörung und Angststörungen. Die Forschung zu Männern ist dünn.",
  "spurensicherung": "Gewaltambulanzen der Rechtsmedizin dokumentieren Verletzungen kostenlos und gerichtsfest, auch ohne Anzeige. Die vertrauliche Spurensicherung nach Misshandlung oder sexueller Gewalt ist Leistung der gesetzlichen Krankenkasse (§ 27 Abs. 1 SGB V), die Abrechnung erfolgt anonym (§ 132k SGB V).",
  "hilfe": [
    { "name": "Polizei-Notruf", "nummer": "110", "wann": "in akuter Gefahr" },
    { "name": "Notruf", "nummer": "112", "wann": "bei Suizidgedanken oder Lebensgefahr" },
    { "name": "TelefonSeelsorge", "nummer": "0800 111 0 111", "wann": "rund um die Uhr" },
    { "name": "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen", "nummer": "116 016", "wann": "rund um die Uhr" },
    { "name": "Hilfetelefon Gewalt an Männern", "nummer": "0800 123 99 00", "wann": "Mo–Do 8–20 Uhr, Fr 8–15 Uhr" },
    { "name": "Weisser Ring", "nummer": "116 006", "wann": "täglich 7–22 Uhr" },
    { "name": "Terminservice und ärztlicher Bereitschaftsdienst", "nummer": "116 117", "wann": "rund um die Uhr" }
  ],
  "hauptquelle": "Bundeskriminalamt (2026): Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA), rund 15.000 Befragte",
  "do_not_claim": [
    "Die Seite stellt keine Diagnose und ersetzt keine Beratung oder Therapie.",
    "Die Seite gibt keine Rechtsberatung.",
    "Die Seite behauptet nicht, dass Frauen oder Männer häufiger Täter sind; die Datenlage dazu widerspricht sich.",
    "Die Seite behauptet nicht, dass psychische Gewalt Krankheiten nachweislich verursacht; belegt sind Zusammenhänge.",
    "Der Selbstcheck speichert und sendet keine Antworten."
  ]
}
